Ericales > Primulacea > Soldanella alpina

Gewöhnliches Alpenglöckchen

(Soldanella alpina)

IV — VII Home Magerrasen, Schneebodenränder
5 — 15 cm indigen LC
Soldanella alpina
Synonyme: Soldanella clusii, Alpen-Soldanelle, Alpen-Troddelblume. Hemikryptophyt, (mont-)sa-alp. Der Schaft ist 2 — 8-blütig. Die purpurlila bis lila Krone ist meist bis zur Hälfte zerschlitzt, mit Schlundschuppen. Die rundliche Laubblattspreite ist dicklich und meist ganzrandig (Lit). Die Art kommt nur im alpinen Naturraum aller österreichischen Bundesländer (außer Wien und Burgenland) vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Soldanella alpina
 
 
Soldanella alpina
Aufnahmen: 07.05.2011 Farrenau beim Kasberg
 
Soldanella alpina
 
 
Schneetälchen
Typischer Standort: Mulden, Schneetälchen - der Schnee bleibt hier länger liegen, der Boden bleibt lange Zeit feucht. Aufnahmen: 07.06.2012 Schafberg
 
Soldanella alpina
Aufnahme: 09.06.2013 Augstsee, Loser

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"933. S. alpina L. (Gemeines A. — Alpen-Drottelblume.)
Wurzelstock walzlich, schief, reichfaserig, 1 — mehrköpfig. Blätter grundständig, ziemlich lang und ungleichgestielt, herz- oder nierenförmig - rundlich, ganzrandig, geschweift oder seicht gekerbt, lederig, glänzend-kahl, oberseits dunkelgrün, unterseits punktirt und meist leberbraun überlaufen. Stengel 2 — 8" hoch, aufrecht, blattlos, so wie Blatt- und Blüthenstiele kahl oder von sitzenden Drüsen rauh, oder von drüsentragenden Härchen flaumig, im Alter jedoch verkahlend. Blüthen entweder ziemlich aufrecht, nickend oder überhängend in endständiger 1 — 10blüthiger Dolde, die fruchttragenden Blüthenstiele verlängert, steif-aufrecht. Kronen 4—6''' lang, trichterigglockig, bis zur Hälfte gespalten, im Schlunde mit 5 eiförmigen, häutigen, zwischen die Basis der Staubfäden gestellten Schuppen, etwas klebrig, hellviolett, mit undeutlichen dunkleren Streifen. Staubfäden bei 2 mal kürzer als der Staubknoten. Griffel wie bei der Gattung C.
Mai — Juni, auf Alpen bis Aug.


Aendert ab:

  • α major. (S. montana Willd. — S. Clusii Bot. M.) Stengel zur Blüthezeit 6", bei der Fruchtreife 12 — 15" hoch, 3 — 10blüthig, so wie die Blatt- und Blüthenstiele drüsig-flaumig, im Alter aber verkahlend. Blätter gross, bis 1,5" lang und 2" breit, herz- oder nierenförmig, seichtgekerbt oder geschweift; geht an der Grenze des Krummholzes
    in die folgende var. über.
  • β minor. (S. alpina Jacq. — S. Clusii Schmidt, fl. boh.) Stengel zur Blüthezeit 2 — 4", bei der Fruchtreife bis 8" hoch, 1 — 3blüthig, so wie die Blatt- und Blüthenstiele kahl oder von sitzenden Drüschen rauh, aber nicht fläumlich sind. Blätter bis 1" lang und 1,5''' breit, oft aber auch viel kleiner, rundlich - nierenförmig, ganzrandig oder sanft-geschweift.

 

  • α In schattigen Nadelwäldern zwischen Moos auf lehmigem oder humosem Boden, in Waldsümpfen, auf moorigen Wiesen beiläufig bis 4000' aufsteigend, auf Syenit, Gneiss, Granit der Mühlkreisberge, auf der Dreisesselbergkette, um Kirchschlag, in der Kuenöd, in den Koglerauen, bei Lest, Sandl, Weissenbach a. W., im Kienauer Torflager, um Grein, Waldhausen. In moosreichen Wäldern des Hausruckkreises, z. B. um Haag (Sauter), im Kobernauserwalde. In Wäldern des Innkreises um Aurolzmünster, Raab, Ried; im Sauwalde. Häufiger über Kalk in subalpinen Gegenden, in Wäldern um Neustift und Windischgarsten, im Salzachthale vorzüglich unter der Edelbachmühle in Massen (Zeller), im Stoderthale. Auf der Himmelreich- und Raabmooswiese am Wege zum Laudachsee, um Ebensee, am Gaisberge bei Mondsee u. s. w.
  • β Auf Kalkalpen und den höheren angrenzenden Voralpen. Am Almkogel bei Weyer, auf dem Sensengebirge, hohen Nock, am Högenberg, Schoberstein bei Steyr, am Nordabhange der Falkenmauer in der Boding und auf dem Pfannstein, nächst der Gradalpe bei Michldorf, auf sämmtlichen Stoder und Spitaler Alpen, am Kasberge. In der Kamp ober dem Laudachsee, auf sämmtlichen Ausseer und Hallstätter Alpen, am Höllen- und Leckengebirge, am Schafberge mit Schmelzen des Schnees erscheinend. Zuweilen an niedrigere Stellen unter var. α. herabsteigend."
Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 216), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 20.02.2026

zum Seitenanfang